Die Pfarrkirche von Aldein

Urkundlich erstmals erwähnt wird eine Kirche in Aldein im Jahre 1309. Ausgrabungen zufolge war es eine romanische Kirche mit zwei Apsiden. Das erhaltene Mauerwerk datiert ins 12. Jahrhundert zurück.

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Die Kirche war zunächst der hl. Helena, der Kreuzauffinderin, geweiht; heute sind der hl. Jakobus und die hl. Helena die Schutzheiligen.

In der 2. Hälfte des 15.Jahrhunderts wurde eine neue Kirche erbaut. Das Presbyterium mit dem klaren Sterngewölbe und der Ostteil des nördlichen Schiffes sowie des Mittelschiffes mögen auf diese Zeit zurückgehen. 1845 wurde der Ort zu einer Kuratie erhoben und Aldein erhielt einen ständigen Seelsorger, immer noch in Abhängigkeit von Auer. Später wurde das Innere der Kirche barockisiert.

1841/472 wurde die Kirche gegen Westen hin erweitert, um das südliche Seitenschiff ergänzt und der baufällige Turm wurde ersetzt. Aus dieser Zeit stammt auch das von Kaspar Jele im Nazarenerstil gemalte einstige Altarbild. Es zeigt die Schutzheiligen der Pfarrkirche und hängt heute an der linken Wand des Altarraumes.

Die heutige Innenausstattung im neugotischen Stil stammt aus dem Jahre 1897. Der Hauptaltar stammt von Adolf Vogl aus Hall in Tirol; als Flügelaltar mit dem Kreuz in der Mitte über dem Tabernakel zeigt er Szenen aus der Heilsgeschichte in den Tafelfeldern. Die beiden Seitenaltäre, ein Marienaltar links und ein Josefsaltar rechts, wurden von Franz Santifaller aus Gröden gefertigt. Der Taufstein mit neugotischem Aufsatz stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Eine Besonderheit der Kirche ist die Kanzel, die auf der Bedachung Moses mit den Gesetzestafeln und darüber den hl. Geist zeigt. An der Außenseite sind fünf Bischöfe in Reliefplastik dargestellt. Zu erwähnen ist auch die lebensgroße Herz-Jesu-Statue, die bei Prozessionen mitgetragen wird und die Krippe, die in der Weihnachtszeit aufgestellt ist. Zwei Marmorsteine an der Nordseite erinnern an Persönlichkeiten aus Aldein. Seit 1986 ruhen die Gebeine des großen Theologen Johann Baptist Franzelin in einer kleinen Gruft vor dem Denkmal. Nach einer Besichtigung der Pfarrkirche ist ein Spaziergang durch den gepflegten Friedhof mit vielen schmiedeeisernen Kreuzen zu empfehlen. Auch ein kurzer Besuch in der sechseckigen Friedhofskapelle aus dem 19. Jahrhundert lohnt sich. Sie ist der Schmerzensmutter geweiht und trägt an der Außenseite das Kriegerdenkmal.


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